In seinem Interview erklärt der al Qaida-Führer Dr. Ayman az-Zawahiri detailliert, aus welchen Gründen der Kampf gegen die USA notwendig ist und gibt dabei an, dass der Westen die islamische Welt versklaven möchte. Wir präsentieren euch den ersten Teil des ausführlichen Interviews, das vor einigen Jahren gemacht wurde:
Die wahren Tatsachen des Jihads und die Lügen der Heucheleien (1.Teil)
As-Sahab: Bismillah (Im Namen Allahs). Alles Lob gebührt Allah. Frieden und Segen seien auf Seinem Gesandten, seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm folgen. Der Frieden, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf allen Muslimen. As-Sahab-Media präsentiert stolz das sechste Interview mit Dr. Ayman az-Zawahiri. Wir bitten Allah darum, dass Er dies für uns und für die Muslime nützlich macht.
Wir beginnen damit, den Shaykh mit dem Frieden, der Barmherzigkeit und dem Segen Allahs zu grüßen. Wir sind erfreut darüber, dich als Gast bei As-Sahab begrüßen zu dürfen.
Dr. Zawahiri: Möge der Frieden, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs auf euch sein. Möge Allah euch auch zufrieden sein lassen...
As-Sahab: Wir möchten das Gespräch damit beginnen, indem wir dich darum bitten, die aktuelle Lage der Mujahidin im Generellen zu kommentieren. Doch wir können die Nachricht, die die Medien erschüttert hat, nicht mal eben beiseite schieben: Nämlich der Mord, der durch die amerikanischen Jets begangen wurde und der dazu führte, dass über 60 zivile Einwohner Waziristans ums Leben kamen. Was möchtest du uns diesbezüglich sagen?
Dr. Zawahiri: Bismillah (Im Namen Allahs). Ich sehe dies als ein weiteres Massaker seitens dem gnadenlosen und verlogenen Obama an, der jeden Tag behauptet, dass er sich darum bemüht, neue Beziehungen zu den Muslimen und der islamischen Welt aufzubauen, während das Blut der Muslime von seinen Händen tropft. Ich sage folgendes zu Obama und den Amerikanern: Ihr sät die Feindschaft in die Herzen der Muslime. Und deswegen werdet ihr mit Allahs Erlaubnis die Früchte dessen in Form eures eigenen Blutes ernten.
As-Sahab: Nun gut. Wenn es dir nichts ausmacht, würden dich darum bitten, uns einige Informationen über die generelle Lage der Mujahidin zu geben.
Dr. Zawahiri: Die Mujahidin verzeichnen stest Erfolge und ihre Lage verbessert sich ebenfalls. Wenn wir die Tatsachen betrachten, sehen wir, dass die Mujahidin ihren Widerstand in dem schmutzigsten, verdorbensten und grausamsten Kreuzzug in der islamischen Geschichte, der als "Krieg gegen den Terror" bezeichnet wird, weiterhin leisten. Besonders in den kritischen Besatzungsgebieten wie Tschetschenien, Afghanistan, Irak, Palästina, Somalien, dem islamischen Maghrib und der arabischen Halbinsel. Geben wir die Tatsache einfach wieder: Die Mujahidin leisten in den islamischen Gebieten immer noch ihren Widerstand gegen den widerlichsten und grausamsten Kreuzzug; und dies wird mit der Gnade Allahs für den Erfolg und den Sieg vollkommen ausreichend sein. Was kann man schon sagen, außer der Wahrheit, dass die Mujahidin ihnen (den Kreuzrittern) mit Allahs Gnade große Verluste zugefügt haben und viele Kriege gewonnen haben?
As-Sahab: Wie kommentierst du die immer noch andauernde Besatzung?
Dr. Zawahiri: Diese Besatzung schleift sich durch die Erlaubnis und die Gnade Allahs von einem Verlust zum anderen weiter. Nach 7,5 Jahren wurde diese Niederlage in Afghanistan, Somalia und im Irak bewiesen. Die Stimme der amerikanischen Regierung fing an mit Bushs Aussage „Wenn ihr nicht mit uns seid, seid ihr gegen uns“ und verstummte bis hin zu der Aussage von Obama „Wir wünschen uns, neue politische Beziehungen zu der islamischen Welt aufzubauen.“ Der Grund dafür ist nichts anderes, außer ihren Verlusten, die sie aufgrund der Mujahidin weltweit einstecken mussten.
As-Sahab: Wie bereiten sich die Mujahidin darauf vor, ihren Widerstand gegen diese Besatzung weiterhin zu leisten?
Dr. Zawahiri: Die Mujahidin werden ihren Kampf solange fortsetzen, bis sie mit Allahs Erlaubnis den Sieg gegen diesen Kreuzzug erringen. Auch wenn es bis zum Tag der Auferstehung andauern sollte, werden sie mit Allahs Erlaubnis durchhalten, ohne auch nur einen Schritt zurückzuweichen und ohne von den Grundprinzipien und von den Rechten der Muslime abzuweichen…
As-Sahab: Was ist das Mindeste, also die unterste Grenze, was die Mujahidin akzeptieren würden?
Dr. Zawahiri: Die Mindestforderung der Mujahidin sind folgende:
- Der Abzug der ungläubigen Kräfte aus den islamischen Gebieten.
- Das sofortige Beenden der Aneignung der natürlichen Ressourcen der Muslime mittels militärischer Bedrohung.
- Der Handel bzw. Austausch der Ressourcen basierend auf ihren tatsächlichen Werten.
- Der sofortige Rücktritt der labilen und verkauften Führer in der gesamten arabischen Welt.
- Die Freilassung der gesamten muslimischen Gefangenen.
- Das Beenden der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der islamischen Welt.
As-Sahab: Was wären die Folgen, wenn der christliche Westen diese Forderungen nicht akzeptiert?
Dr. Zawahiri: Mit Allahs Bestimmung und Erlaubnis wird der christliche Westen weiterhin Verluste Niederlagen einstecken und sie werden solange in Angst, Besorgnis und Entsetzen verweilen, bis wir den Sieg erringen.
As-Sahab: Etwa so, wie Shaykh Usama in seinem berühmten Versprechen gesagt hat…“Ich schwöre auf Allah, den Erhabenen, Der den Himmel ohne Säulen aufrecht erhält, dass Amerika und die, die dort leben, niemals von einem Leben in Sicherheit auch nur träumen werden, bis wir unsere Sicherheit erreichen und die Besatzungsmächte sich aus Palästina und aus dem Land von Muhammad (sallallahu alayhi wa sallam) verziehen..“?
Dr. Zawahiri: Ja. Was sollte der christliche Westen nach 7 Jahren Kreuzzug machen? Ist das Bittgebet von Shaykh Usama denn nicht eingetroffen?
As-Sahab: Basierend auf den Kreuzzügen und auf dem Hass gegenüber den Muslimen und dem Islam hat Sarkozy eine in einer Erklärung behauptet, dass der Schleier (Niqab) ein Symbol der Versklavung sei. Wie erklärst du den ausschweifenden Angriff der Kreuzritter auf den Schleier?
Dr. Zawahiri: Die Propaganda-Maschine der Kreuzritter ist nicht nur auf den Schleier begrenzt. Davor haben wurden abscheuliche Karikaturen von unserem Propheten (sallallahu alayhi wa sallam) gezeichnet. Und davor wurden im Irak und in Guantanamo respektlose Gesten gegenüber dem Koran begangen. Der christliche Westen verbirgt seinen Hass gegenüber den Muslimen nicht und beugt dem auch nicht vor. Denn es ist ein Widerstand gegen sie selber entstanden und nun existiert eine Bedrohung für sie und ein Jihad, der gegen sie geführt wird…
As-Sahab: Aber warum werden sie so dermaßen zornig aufgrund des Schleiers?
Dr. Zawahiri: Die westliche Zivilisation ist eine moralisch verdorbene Zivilisation. Es ist ein Volk der Unzucht, das keinerlei Werte, Anstand und religiösen Glauben hat. Sind sie nicht die Zivilisation des AIDS? Und wenn dann eine muslimische Frau den Befehl der Verschleierung umsetzt, führt sie die gesamten Fehler (des Westens) vor Augen und zeigt, wie sie (der Westen) ihren Nutzen durch die Frauen gewährleisten und wie sie die Frauen als Objekte nutzen, um ihre Kunden zu beeindrucken und ihre Waren zu verkaufen. Sie (die muslimische Frau) deckt damit die wichtigste Einnahmequelle und die Verdorbenheit des Kapitalismus auf und zeigt, dass der Kapitalismus jede Art von Handel mit dem Verdorbenen und den Gelüsten respektiert. Die muslimische Frau deckt mit ihrem Schleier die falsche und betrügerische Freiheit des Westens auf. Für sie (den Westen) ist es kein Problem, wenn eine Frau ihren gesamten Körper präsentiert und ihren Körper sogar verkauft, aber sie können es nicht leiden, wenn eine muslimische Frau an ihrem Schleier festhält.
Eine verschleierte muslimische Frau entblößt die Angst, die der christliche Westen empfindet, da sie den Glauben der Muslime praktiziert. Sie wissen nämlich, dass die Muslime deswegen besiegt wurden, weil sie ihren Glauben nicht vollständig ausleben. Die Umsetzung des Befehls der Verschleierung zeigt am deutlichsten, dass die Muslime ihren Glauben vollständig praktizieren. Und das bedroht die Existenz, die Ökonomie und die globale Kontrolle des Westens.
As-Sahab: Doch warum kämpft Frankreich im Kampf gegen den Schleier stets in der ersten Reihe und verbirgt ihren Hass nicht?
Dr. Zawahiri: Frankreich behauptet, säkular zu sein, obwohl in ihren Herzen der Hass gegen den Islam brodelt. Es war Napoleon Bonaparte, der 1799 in Acre in seiner berühmten Mitteilung den Juden seine Unterstützung versprach, als diese Palästina unter ihre Kontrolle brachten. Es war der französische Staat, der seine Ritter nach al Azhar schickte und diese als Pferdestall benutzte und der die Koran-Schriften unter den Hufen ihrer Pferde zertrampelte. Es war der französische Staat, der in Algerien gegen die Araber und gegen den Islam gekämpft hat. Es war der französische Staat, der Israel bei der Herstellung der nuklearen Reaktoren geholfen hat. Frankreich kämpft in Afghanistan gegen die Muslime. Frankreich kämpft gegen den Schleier. Und mit Allahs Erlaubnis wird Frankreich die Rechnung für diese ganzen Verbrechen bezahlen.
As-Sahab: Manche sagen, dass die Jihad-Bewegung an vielen Orten wie dem Irak oder der arabischen Halbinsel auf Missgeschick stoßen.
Dr. Zawahiri: Das ist nicht richtig. Zunächst einmal gibt es bei jedem Kampf, insbesondere bei Guerilla-Kämpfen, immer Höhen und Tiefen. Der Kampf dauert immer noch an und ist noch nicht zum Ende gekommen. Und zweitens ist die nicht die Wahrheit. Genauer gesagt ist das eine Verzerrung der Tatsachen durch die westlichen Medien-Maschinen.
As-Sahab: Wenn es für dich in Ordnung ist, kehren wir später zu dieser Sache und zu den Details auf den anderen Kampffeldern zurück, mit Allahs Erlaubnis. Aber konzentrieren wir uns auf die eigentliche Macht der Kreuzritter-Allianz; Amerika.
Dr. Zawahiri: Bitte sehr…
As-Sahab: Was ist deine Meinung bezüglich des Wunsches der amerikanischen Regierung, sich zu verändern, besonders der muslimischen Welt gegenüber?
Dr. Zawahiri: Obama versucht, Wunschvorstellungen an die Schwachen und Unterdrückten zu verkaufen. Obama hat den Hass und die Wut der Schwachen und Unterdrückten auf Amerika und dessen Politik bemerkt. Der Grund für diesen Hass, diesen Wut und diesen Schmerz, insbesondere innerhalb der islamischen Welt, sind das Leid und die Zerstörung. Er sagt folgendermaßen: „Seid nicht böse auf uns. Wir wollen wirklich nichts Schlimmes für euch. Aber wir werden euch weiterhin in Afghanistan, Somalia, Palästina und im Irak töten. Wir werden weiterhin die muslimischen Gebiete besetzen. Wir werden unsere militärische Existenz in den Golfstaaten fortsetzen, um den Preis des Erdöls weiterhin nach unserem Willen zu bestimmen und um unseren Raub und die Erdöl-Aneignung weiterhin durchzusetzen. Wir werden weiterhin Israel unterstützen und gewährleisten, dass es ein jüdischer Staat bleibt und dass Qudus für ewig unzerteilt dessen Hauptstadt bleibt.
In einem Video sagte Obama: „Doch bei jedem Abkommen mit den Palästinensern erwarten wir unbedingt, dass sie den jüdischen Staat mit ihren anerkannten Grenzlinien, ihren Sicherheitsvorkehrungen und ihrem Verteidigungsrecht als Staat anerkennen. Qudus wird weiterhin die Hauptstadt Israels bleiben und wird nicht zerteilt.“
Und wir werden weiterhin die militärische Macht (Israels) gewährleisten.
In einem weiteren Video sagt Obama: „Unsere Allianz basiert auf gemeinsamen Nutzen und Werten. Wer Israel bedroht, der bedroht uns. Israel wurde stets in erster Linie diesen Bedrohungen ausgesetzt.“
Und wir werden die räuberischen, gnadenlosen und tyrannischen Führer in euren Gebieten weiterhin unterstützen. Aber seid nicht böse auf uns.“
Dr. Zawahiri sagt weiter: Trotz all dem sind wir kein dummes Volk, das sich von solchen bedeutungslosen und geschmückten Worten und Statements täuschen lässt. Das ist nur ein neu erfundenes Spiel der amerikanischen Verbrecher, um die Pläne der Zionisten in die Tat umzusetzen.
As-Sahab: Dann bist du wohl der Meinung, dass Amerika sich nicht wirklich um das Wohl der Muslime bemüht?
Dr. Zawahiri: Wie denn? Wie können wir die prunkvollen und professionell begangenen Taten von Obama ablehnen? Er hat sehr viel gemacht. Er hat folgende Dinge getan:
- Das Bombardement von Gaza, bei dem es mehr als 1300 Shuhadaa (Märtyrer) gab.
- Das Abschlachten von tausenden von Zivilisten in Afghanistan, im Irak und in Somalia.
- Die Erweiterung der amerikanischen Gefängnisse, damit er noch mehr unschuldige Muslime inhaftieren lassen kann. Wie zum Beispiel in Bagram.
- Der handgreifliche und blutige Widerstand im Swat-Tal, nachdem dort die Shariah etabliert wurde.
- Die Luftangriffe auf die Muslime in den Stammgebieten in Pakistan.
- Der Protest gegen die Anti-Rassismus-Konferenz in Genf.
- Seine Entschuldigung für den Folter, der von der CIA praktiziert wurde.
- Sein Rücktritt von seiner Entscheidung, Guantanamo schließen zu lassen, nachdem mehr als 50 Gefangene von Guantanamo in andere geheime Gefängnisse verlegt wurden.
- Seine Unterstützung dafür, die militärische Obermacht Israels zu gewährleisten und seine Unterstützung dafür, die jüdische Identität des israelischen Staates zu bewahren und die Tatsache, dass er Quds als unteilbare Hauptstadt Israels anerkennt und bestätigt.
Das sind die ausgezeichneten Verdienste und Erfolge von Obama. Es gibt noch weitere. Und es kommen immer neue hinzu.
As-Sahab: Was war dann seine Absicht für seine Besuche in Saudi-Arabien und Ägypten und was für eine Nachricht wollte er der muslimischen Welt geben?
Dr. Zawahiri: Das war nichts weiter, als ein außenpolitischer Angriff nach Hollywood-Style. Er hat den Leuten in der Kairoer Universität eine lange Rede gehalten und die Ohren mit angenehmen und schönen Worten verwöhnt, aber diese Worte haben keine klare Bedeutung gehabt. Und dies war auch nicht seine wahre Absicht.
As-Sahab: Was genau meinst du dami?
Dr. Zawahiri: Lass uns das betrachten. Was ist der größte Grund für die Feindschaft zwischen Amerika und den Muslimen? Palästina, Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, die von den Amerikanern besetzte arabische Halbinsel, die natürlichen Ressourcen der muslimischen Ummah werden durch Amerika beschlagnahmt mit Hilfe der verfaulten, stinkigen und Unruhe stiftenden Regierungen, die den Stellvertreter Amerikas spielen. Und es wird ein Krieg gegen den Islam unter dem Namen des Terrorismus geführt.
As-Sahab: Aber bezüglich der Sache mit Palästina hat er gesagt, dass er bezüglich der jüdischen Besiedlung nicht die Meinung teilt und dass er die Lösung mit den zwei Staaten unterstützt.
Dr. Zawahiri: Das bezeichnet man als einen Trick, „um das Kind von der Milch fern zu halten.“
Erstens; Die Muslime akzeptieren keine zwei Staaten auf palästinensischem Boden. Die Herrschaft über Palästina steht den Muslimen zu. Es wurde durch die Kuffar besetzt und es ist die Pflicht eines jeden Muslims, die Besatzer von dort zu verjagen. Israel ist ein Verbrecher, der aus dem Weg geräumt werden muss.
Zweitens; Der Wiederspruch gegen die Besiedlung und die Unterstützung der zwei-Staaten-Lösung sind die gleichen lügnerischen Versprechen wie die von Bush. Und was ist neu daran?
Drittens; Er hat das Existenzrecht Israels betont und bestätigt. Er hat den Kreuzzug der westlichen Christen und Zionisten seit dem Ende des ersten Weltkrieges weiter geführt.
Viertens; Obama verlangt, dass Hamas jegliche Gewalt unterbindet und die Legalität sowie die zuvor gemachten Vereinbarungen anerkennt. Das heißt, er erwartet, dass sich die Hamas komplett dem israelischen Staat ergibt, ohne dass die Hamas von Israel die Unterbindung der Gewalt verlangen konnte.
Fünftens; Er hat kundgegeben, dass er hofft, dass zwischen den Anhängern Israels und den Anhängern der Hamas bis zum Ende des Jahres ernsthafte Gespräche beginnen werden und dass er aber gleichzeitig die Unterbindung der Gewalt seitens der Hamas erwartet, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten.
As-Sahab: Betrachtest du das als ein Abweichen von Bushs Haltung?
Dr. Zawahiri: Ja. Bush hat stets behauptet, dass der palästinensische Staat etabliert werden wird, noch bevor seine Amtszeit zu Ende geht. Obama hingegen sagt, dass es erst dann zu ernsthaften Gesprächen kommen wird, wenn die Palästinenser ihren Widerstand aufgeben und bei den Zusammenkünften mit Israel auf alles verzichten. Was haben die Palästinenser nun nach einem ungefähr 20 Jahre andauernden Dialog mit Israel gewonnen? Obama verspricht uns nun erneut ein anderes Fiasko.
As-Sahab: Ja. Dein erwähnter Punkt beweist auch noch eine andere Sache. Mit seinem Kommentar zu der letzten Rede von Netanyahu hat er deutlich seine Zufriedenheit bezüglich der Rede gezeigt und angegeben, dass er dies als einen Schritt zum Erfolg betrachtet.
Dr. Zawahiri: Ja. In dieser Rede hat Netanyahu beteuert, dass er, um die Verhandlungen mit den Palästinensern anfangen zu können, einen waffenlosen palästinensischen Staat befürwortet, der Israel als jüdischen Staat anerkennt. Er hat die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge abgelehnt und verlangt, dass sie sich in den arabischen Staaten ansiedeln und dass sie das Recht der israelischen Siedler anerkennen, ihre Siedlungen zu erweitern; er verlangte dies mit dem Zitat, dass die West Bank das Land seiner Vorväter sei.
Das ist das, was Obama für uns möchte: Einen palästinensischen Staat, der sich so verhält, als sei er eine Erweiterung des israelischen Geheimdienstes.
Dr. Azzam al Tamimi sagt in einem Video: Das Problem von Obama ist, dass er seinem eigenen Verständnis von der Palästina-Angelegenheit keine neuen Erkenntnisse bzw. Annäherungen nahebringen möchte. Er glaubt, dass zwei Staaten etabliert werden können, nachdem das palästinensische Land geraubt und aufgeteilt wurde. Es gibt kein leeres Landstück, auf dem man einen neuen Staat errichten kann. Der Staat, den er gründen will, ist der gleiche Staat, den George Bush auch wollte. Einen Staat, der vom militärischen Geheimdienst regiert wird und dessen Priorität es ist, die zionistische Identität zu bewahren. Und das ist das, was wir momentan in der West Bank sehen.
As-Sahab: Was sind deiner Meinung nach die anderen Gründe für die Entstehung der erwähnten Feindschaft zwischen Amerika und den Muslimen?
Dr. Zawahiri: Obama führt die gleiche amerikanische Politik weiter, die die Ursache für die Feindschaft zwischen Amerika und den Muslimen ist. Zum Beispiel die Besatzung von Pakistan, Afghanistan, Somalia und der arabischen Halbinsel; der Raub der natürlichen Ressourcen, welches der muslimischen Ummah gehört, mittels Gewaltandrohung; die Unterstützung der verdorbenen Führer, die zur Marionette Amerikas geworden sind und die die Unmoral Amerikas weiter verbreiten; der Kampf gegen den Islam unter dem Deckmantel des Terrors. Schlimmer als all dies ist die Tatsache, dass er sich bezüglich den unzähligen Verbrechen Amerikas nicht ein einziges Mal äußert.
As-Sahab: Was zum Beispiel?
Dr. Zawahiri: Obama hat weder über den Kampf in Gaza noch über die Blockaden, die mit der Unterstützung der USA bis heute andauern, etwas gesagt. Weder über die Erschwernisse und die Schmerzen, welches das Volk von Gaza erlitten hat, noch über die bombardierten Zivilisten in Afghanistan, noch über die bombardierten Stämme und Dörfer in Pakistan, noch über die 2 Millionen Flüchtlinge im Sawt-Tal, die brutal ermordet und vertrieben wurden, noch über Guantanamo, Abu Ghurayb und die versteckten Gefängnisse der USA oder die Erweiterung des Baghram-Gefängnisses, noch über Amerikas Ablehnung der Vereinbarung in Genf bezüglich der Behandlung der Gefangenen, noch über die Anzahl und die Bestimmung der Gefangenen, die in verstecken Gefängnissen isoliert werden oder über die Verantwortung ihnen gegenüber, noch über die Kommentare der gefolterten Gefangenen in Ägypten, Jordanien und Marokko usw. hat er auch nur ein einziges Wort gesagt.
As-Sahab: Aber manche könnten jetzt fragen, warum du nicht auf seinen Ruf zur gegenseitigen Verständigung geantwortet hast.
Dr. Zawahiri: Man erwähnt nicht mal den Druck, der ausgeübt wird, um den Widerstand zu beenden und dann erwartet man, dass die „Schuldigen“ ihre „Verbrechen“ beenden. Hat Shaykh Usama denn nicht sowohl der USA als auch Europa den Beginn einer neuen Beziehung angeboten, die darauf basiert, dass die Angriffe auf die Muslime gestoppt werden, dass die Versklavung aufhört, dass der Raub eingestellt wird und dass das gegenseitige Nutzen verbessert wird? Dies wurde sehr negativ aufgefasst. Wenn Obama eine gegenseitige Verständigung gewollt hätte, hätte er auf diesen rationalen Vorschlag von Shaykh Usama reagiert. Die Mujahidin haben jegliche Türen geöffnet, um ein neues Kapitel zu beginnen, doch sie (die USA und Europa) haben darauf bestanden, dass die Beziehung zwischen uns und ihnen auf Versklavung und gewaltsamen Druck basiert. So wie es scheint, hat Obama mit dieser Situation keinerlei Probleme und er mag es, geschmückte Worte und leere Aufrufe von sich zu geben. Wisst ihr, womit man Obama vergleichen kann?
As-Sahab: Womit?
Dr. Zawahiri: Man kann ihn vergleichen mit einem Wolf, der sich mit seinen Zähnen in eurem Fleisch festgebissen hat und mit seinen Krallen euer Gesicht zerfetzt und somit euer Blut vergießt und danach sagt, dass ihr euch nicht zu wehren braucht, da er mit euch in Frieden leben möchte. Erinnert ihr euch an das berühmte Gedicht von Ahmad Shawki über den Fuchs und den Hahn?
Eines Tages erschien ein Fuchs
Im Kostüm eines Priesters
Er schritt voran als Führer der Anderen
Und beschimpfte die Sündigen
As-Sahab: Ja. Das Ende ist folgendermaßen:
Wer auch nur ein bisschen denken kann hatte auf jeden Fall gesündigt
Doch der Fuchs hat gar keinen Glauben
Dr. Zawahiri: Genau. Obama hat keinen Glauben. Er wurde von einem muslimischen Vater gezeugt, dann wurde er zum Christen und am Ende betet er die Juden an.
As-Sahab: Gut. Jetzt würde ich dich gerne über deine Meinung bezüglich der Auswirkung der christlichen Kreuzritter auf Amerika befragen.
Dr. Zawahiri: Was die Ökonomie angeht; so ist der Grund für die aktuelle finanzielle Krise Amerikas und seiner Befolger die Bewegung des Jihads. Der finanzielle Absturz als Folge des gesegneten Anschlags auf Amerika wurde seitens der Zentralbank (Federal Reserve) damit gelöst, dass aufgrund des vermehrten cashflows und des Kreditwettbewerbs die Zinsen drastisch gesenkt wurden. Damit wurde gewährleistet, dass die Leute mehr Schulden machen, als sie überhaupt zurückzuzahlen vermögen. Nachdem das Volk nun gesehen hat, dass es diese Schulden nicht mehr zurückzahlen kann, haben die Leute angefangen, die finanziellen Investitionen einen nach dem anderen zu stornieren und dies war der erste Schritt zur finanziellen Katastrophe.
Was die militärische Lage angeht; so hat die USA in Afghanistan, im Irak und in Somalia große Verluste erlitten. Diese Lage ist für sie wie ein Tunnel ohne Ausgang, zumal sie auch von der Finanzkrise betroffen wurden. Auf der anderen Seite wurden die Mujahidin immer stärker und führen vermehrt Operationen an verschiedenen Orten durch. Zum Beispiel hat sich das Operationsgebiet der Mujahidin von Afghanistan nach Pakistan erweitert. Mit der Erlaubnis und der Gnade Allahs haben sie in Somalia eine neue und mächtige Basis errichtet.
Was die politische Lage angeht; Der Trend von den Helfern wie Bush, Cheney, Rumsfeld, Wolfowitz, Richard Pearle und Khalilzad lebt nicht mehr. Obama wurde gewählt, da das Volk die Niederlage, die Lügen und die Stupidität von Bush verstanden hat.
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