17 Aralık 2015 Perşembe

Interview mit Salahaddin Shishani

Salahaddin Shishani (Möge Allah ihn beschützen) hat die Fragen von Ummah Islam beantwortet:
Ummah Islam: Amir Salahaddin, wir bedanken uns, dass Sie uns akzeptiert haben. Nun denn; vor kurzer Zeit fand ein Attentat gegen Sie statt. Doch durch Allahs Willen wurden nicht Sie, sondern ein anderer Mujahid -Ukkasha ad-Dagestani- zum Shahid in shaa Allah. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, könnten Sie uns einige Informationen über dieses Ereignis geben?
Shishani: Attentate auf die Führer der Mujahidin in Bilad ash Sham sind nicht Außergewöhnliches. Unsere Brüder ermitteln weiterhin die Täter in diesem Fall, bei der Ukkasha zum Shahid (in shaa Allah) wurde. Wir beeilen uns nicht, um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Wenn Allah es zulässt, werden wir früher oder später die Täter dieses Attentats finden.
Ummah Islam: Wie ist die allgemeine Lage der Mujahidin an den Nord-Fronten Syriens, bei denen auch Ihre Jama'ah tätig ist? Was können Sie außerdem über die Perspektive der islamischen Bewegungen in der nahen Zukunft sagen?
Shishani: Unsere Lage und die Lage unserer Brüder in den anderen islamischen Bewegungen wird Tag zu Tag besser, alles Lob gebührt Allah.  Und dies ist nicht damit begrenzt, dass wir einen Gegenangriff gegen die Kuffar durchgeführt haben und mit unserer Operation ihre Pläne, Halab zu umzingeln, durchkreuzt haben. Innerhalb den islamischen Fronten hat sich in der letzten Zeit eine gute Verständigung entwickelt. Die Operationen werden endlich von einer gemeinsamen Zentrale gesteuert. Meiner Meinung nach ist das ein sehr großer Erfolg. Mit Allahs Hilfe erhoffen wir dies als einen großen Schritt für die Vereinigung der islamischen Fronten und der Gruppen. Doch dürfen wir in dieser Hinsicht nicht all zu hektisch handeln. So, wie die Gelehrten des Jihads uns empfohlen haben, müssen wir selbst gegenüber den kleinen Gruppen sehr vorsichtig handeln, damit die großen Gruppen nicht die Kraft der kleinen Gruppen aufsaugen. 
Ummah Islam: Können Sie uns Informationen über die "Ansar ad Din Front" und ihre Entstehung geben? Aus welchen Gruppen besteht diese entstandene Front und wie ist die Beziehung innerhalb der Gruppen, die diese Front darstellen?
Shishani: Wir, die Muhajirin wal Ansar Armee (JMWA), haben eine Allianz mit Fajr'ush Sham, bei der sich viele Brüder aus der Türkei befinden, der Sham al Islam Bewegung und der Katibatu'l Hadra gebildet. Später hat die Katibat'ul Hadra (Grüne Brigade) erläutert, dass sie sich der "Muhajirin wal Ansar"-Armee anschließen wollen. Wir haben das mit Vergnügen akzeptiert. Diese große Opferbereitschaft kam von unserem Bruder Mutasim, der die Führung des Schariah-Kommitees leitet. Für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele haben wir uns in einer einzigen Reihe vereint. Wir haben uns in diesen Brüdern nicht getäuscht und sie haben uns ihren besten Charakter gezeigt. Wir sind äußerst zufrieden mit ihnen und dem Zusammenhalt mit ihnen. 
Ummah Islam: Die Muhajirin wal Ansar Armee wurde von der USA in die Liste der  "Internationale Terror Gruppen" hinzugefügt. Was ist ihr Kommentar bezüglich dieses Thema?
Shishani: Ich weiß auch nicht, wie man das nennt. Eigentlich interessieren mich solche Nachrichten gar nicht. Trotzdem habe ich die Meinung der anderen Mujahidin erfragt und gesehen, dass sie bezüglich dieser "Liste" viel desinteressierter sind als ich. 
Ummah Islam: Die Gefechte zwischen den Gruppen des (sogenannten) "Islamischen Staates" und Jabhat al Nusrah, Ahrar al Sham und weiteren islamischen Gruppen werden fortgesetzt. Wie ist die Haltung der Ansar ad Din Front zu diesem Thema?
Shishani: Wir haben niemals über unsere Haltung bezüglich dieses Problems gesprochen. Jedoch darf diese Situation niemals eine Ausrede für diejenigen sein, die das Vergießen von muslimischem Blut als leichtfertig betrachten. Wir neigen nicht zu einem Krieg, der nicht gegen die Kuffar geführt wird und der Krieg gegen die Kuffar ist unser Hauptziel. Aber wenn sich jemand wagt, uns anzugreifen, so wird er dafür büßen. 
Ummah Islam: Wie ist ihre Beziehung zum Volk und den einheimischen Mujahidin? Hat sich an der Haltung der Einheimischen (Syrer) etwas geändert, speziell nachdem Gefechte zwischen der Jama'ah Dawla (ISIS) und den anderen Gruppen ausgebrochen sind?
Shishani: Alles Lob gebührt Allah. Durch unsere klare Haltung gegenüber dieser Unruhe hat sich unsere Beziehung zu dem Volk und den einheimischen Mujahidin noch mehr verbessert als zuvor. Wir sind uns noch näher gekommen und sind wie leibliche Brüder geworden. Wir haben von ihnen stets Gastfreundschaft und Gutes gesehen. Alles Lob gebührt Allah, der die Herzen der Muslime vereint. 
Ummah Islam: Seit Jahren fährt der Jihad in Ihrer Heimat, Nord-Kaukasien, fort. Was bringt die kaukasischen Mujahidin dazu, dennoch nach Syrien zu kommen?
Shishani: Jeder hier hat unterschiedliche Gründe. Zum Beispiel wollte ich vorher zusammen mit einer Gruppe von Brüdern über Georgien nach Dagestan und nach Tschetschenien. Die islamische Nachrichtenseiten schreiben eine andere Geschichte über dieses Thema. Wir wollten nach Tschetschenien, aber anscheinend war es unser Schicksal, dass wir in Syrien sein sollen.  Damals hatte ich dem Amir Dokku Umarov Abu Osman (Rahimahullah) die Treue geschworen. Und heute habe ich Ali Abu Muhammad den Treueid gegeben. Und wenn mich die Kavkaz Imarat (Kaukasische Emirate) ruft, verlasse ich die Führung von der Muhajirin wal Ansar Armee und gehe dahin, wo sie mich hinschickt.
Ummah Islam: Einige Kommandeure in den Provinzen Dagestan und Tschetschenien haben ihre Bay'a (Treueid/Treueschwur) an Shaykh Ali Abu Muhammad gebrochen und ihre Treue an den Führer des (sogenannten) "Islamischen Staates" bekannt gegeben. Somit entstand auch unter den Mujahidin in Kaukasien eine Spaltung. Was möchten Sie über diese Situation sagen?
Shishani: Selbst für jemanden, der in der Jahiliyyah lebt, ist es eine Frage der Ehre, sein Versprechen, geschweige denn sein Wort zu halten. In Kaukasien ist dies seit Zeiten so. Also denke ich, dass die Menschen, die zum Jihad und zu den Mujahidin neigen und dann ohne einen zulässigen Grund ihre Bay'a brechen, sehr weit vom Islam und von der Schariah sind. Und ich finde, dass sie ihren Gelüsten gefolgt sind, als sie Ali Abu Muhammad, den sie kannten, verlassen haben und stattdessen Ibrahim Awwad (Abu Bakr al Baghdadi) die Treue geschworen haben. Aber diese Leute interessieren mich nicht wirklich. Die Taten eines jeden Menschen sind nur für ihn selber bindend. Vielleicht reinigen sich dadurch die Reihen der Mujahidin, denke ich. Allah weiß am Besten.
Ummah Islam: Was möchten Sie bezüglich dieser Fitnah, den Mujahidin in Kaukasien raten?
Shishani: Das ist wie die Fortsetzung der vorherigen Frage. Ich möchte hinzufügen, dass wir Muslime wissen, dass dieses Leben eine Prüfung ist und dass diese Prüfung bis zum Tod nicht enden wird. Der erste große Erfolg der jungen Muslime ist es, dass sie alle ihre Bindungen zu ihren Familien, Verwandten, Mitmenschen und ihren Häusern zur Seite schieben und in den Jihad ziehen. Jedoch vergessen viele Menschen, dass die Prüfung noch nicht zu Ende ist und verfallen in Mattigkeit. Und die Prüfung besteht ganz bestimmt nicht nur aus den Gefechten, Bombardierungen und den intensiven Angriffen der Feinde. Das Wichtigste ist es, nicht vom wahren Weg abzukommen. Es kann sein, dass ein bewaffneter Mann in zweifelhafte Situationen gerät und sich einem falschen Krieg anschließt. Wenn ein junger, unerfahrener Muslim nicht weiß, wie er sich verhalten soll, muss er die Gelehrten um Rat fragen.  Sie müssen auf die Anweisungen der Gelehrten achten und darauf achten, was sie über dieses Thema sagen. Selbst wenn die Gelehrten des Jihads nicht so viele Aufklärungen bezüglich dieses Problems gemacht hätten, müsste ein Muslim so viel gesunden Menschenverstand und Vorsicht haben, dass er nicht hinter Leuten hergeht, die ihn ganz klar zu einem Streit und zur Überschreitung einladen. 
Es wird berichtet, dass Shaykh-ul Islam Ibn-i Taymiya auf die Frage "Was das größte Wunder ist" folgendermaßen antwortete: "Das größte Wunder ist es; bis zum Lebensende auf dem rechten Weg gefestigt zu bleiben."
Ummah Islam: Gibt es eine Nachricht, die sie den Muslimen in der Türkei durch unsere Website "Ummah Islam" ausrichten möchten?
Shishani: Ja, ich möchte zuerst mich und dann die Geschwister in der Türkei und die anderen Muslime an die ruhmreiche Geschichte unserer Vorfahren erinnern. Wir sind stolz auf unsere Geschichte, den Widerstand von Imam Mansur und Imam Schamil. Die ganze islamische Ummah ist stolz auf die Geschichte der osmanischen Khilafah. Wir sind stolz auf Muhammad Fatih (Fatih Sultan Mehmed) und weitere aufrichtige Stammväter unserer Geschichte. Und wir möchten alle daran erinnern, dass die Würde nur im Islam zu finden ist. Wenn wir die Würde irgendwo anders suchen, so wird Allah Erniedrigung über uns herabsenden.
Möge Allah uns auf dem wahren Weg und dem Weg des Jihads beständig machen.
Ich danke für alles. Möge Allah euch auf diesem Wege behilflich sein, euch belohnen und zum Guten führen. (Amin)
Fi Amanillah..
(Interviewer: Cüneyt Asım Duru für Ummah Islam)

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