8 Aralık 2015 Salı

Die Karikatur-Krise und die religiöse Begründung des Anschlags

Die Karikatur-Krise war (eigentlich) nicht mehr aktuell. Zumindest für den Westen, der die Krise gestartet hatte.

Auch war es nicht mehr auf der Agenda der Muslime. Anfangs gab es zwar Proteste in vielen Ländern, doch trotzdem tritt weder Dänemark noch Frankreich zurück. Im Gegenteil, Europa fing sogar damit an, noch mehr Zeitschriften und Zeitungen dieser Art zu veröffentlichen, die beleidigende Karikaturen gegenüber unserem geehrten Propheten beinhalteten. Die hochmütigen Medien des Westens forderten (die Muslime) geradezu heraus. Sie sind in den Wahn geraten, dass die Länder, in denen sie sich befinden, sie vor den "Terroristen" schon beschützen werden.. Zwar sagten wir, dass jeder die Krise schon vergessen hat.. Doch es gab einige, die sie nicht vergessen haben: die al-Qaida im Jemen! In ihrer Zeitschrift "Inspire", die sie 2013 veröffentlicht hatten, setzte man die Karikaturisten mit Bildern deutlich auf die Zielscheibe. "Gesucht: Tot oder lebendig" sagten sie anspielend auf die Western Filme. Mit dem Terroranschlag von heute, haben sie getan, was sie gesagt hatten. Denn "Terror" bedeutet Angst einjagen und al-Qaida hat schon mal Angst in die Herzen der Karikaturisten eingejagt, die neue Karikaturen zeichnen und sich damit lustig über den Islam machen werden. Wenn wir noch einmal in der Art der Western Filme sprechen sollten: "Meine Herren, diese Männer sind ernst und hart! Bleibt fern..."

 Wie begann die Karikatur-Krise?

Die erste Krise begann mit der Herausgabe der Zeitung "Jyllands Posten" am 30. September 2005 in Dänemark, die eindeutig Beleidigungen gegenüber Mohammed (s.a.w) beinhaltete. Die Botschafter der verschiedenen Länder, darunter auch der Türkei, wollten den Ministerpräsindenten von Dänemark darauf ansprechen, dass eine Karikatur eine äußerst gefährliche Phase starten kann, doch die Anfragen wurden abgelehnt. Es war die Rede von klarer Unhöflichkeit und Hetze, aber die Führung Dänemarks lehnte einen Eingriff in die Zeitung ab - mit der Ausrede der Meinungsfreiheit.

Am 10. Januar sprang die Karikatur-Krise nach Norwegen über. In Norwegen wurden die Karikaturen ein weiteres Mal gedruckt. Auf der ganzen Welt gingen Muslime auf die Straßen und zeigten so ihre Reaktion. In vielen Ländern wurden die dänischen und norwegischen Botschaften angegriffen und gegen Dänemark startete man ein ökonomisches Boykott.

Die europäische Presse vergrößerte die Krise durch ihren Hochmut. Mit der Absicht, die dänische Zeitung zu unterstützen, wurden in Frankreich, Deutschland, Niederlande, Italien und in Spanien in sieben unterschiedlichen Zeitungen die Karikaturen veröffentlicht und die Werte des Islams gedemütigt. Die Demonstrationen wurden diesmal gewaltiger. Botschaften wurden angegriffen, Flaggen wurden verbrannt, die Karikaturisten und die Zeitungen wurden mit einer Vielzahl von Morddrohungen überhäuft. Die Sicherheitsdienste, die auf das Volk geschossen haben, haben viele muslimische Demonstranten umgebracht. Die Anzahl der Muslime, die bei den Protesten gegen die Karikatur-Krise gestorben sind, lag bei über 200.

Kommen wir nun zu der wöchentlich herausgegebenen politischen Zeitschrift "Charlie Hebdo", auf die heute (7.1.2015) ein Anschlag verübt wurde... Die wöchentliche politische Zeitschrift "Charlie Hebdo", die in den Jahren 2006 und 2011 mit der Veröffentlichung der Mohammad (s.a.w) Karikaturen eine Polemik verursacht hatte, gab den Karikaturen, die sich über Mohammad (s.a.w.s) lustig machen, im September 2012 wieder einen Platz in auf ihren Seiten. Sie begnügten sich nicht nur mit der Belustigung auf dem Deckblatt, sondern veröffentlichten auf den Rückseiten perverse Karikaturen, die sich über Mohammed (s.a.w) lustig machen.

Der Herausgeber von "Charlie Hebdo" wurde im Jahre 2007 wegen der Beleidigung der Muslime angeklagt, weil er die vor 2 Jahren gedruckten Karikaturen ein neues Mal veröffentlicht hatte. Er wurde freigesprochen.

Der am 2. November 2011 zu veröffentlichenden Zeitschrift gab er den Namen "Scharia Hebdo". Als Titelbild wurde eine Karikatur gewählt, die die Nachricht "Wenn ihr vor Lachen nicht stirbt, dann 100 Peitchenhiebe" beinhaltete. Nachdem die Ausgabe versendet wurde, wurde das Gebäude der Zeitschrift mit Molotowcocktails beworfen und beschädigt. Auf Facebook und Twitter bekam die Zeitschrift sehr viele Drohnachrichten und ihre Webseite wurde gehackt. Auf der Webseite wurden türkische und englische Nachrichten von den Hackern veröffentlicht.

Abdullah Zekri, der Vorsitzende der nationalen Beobachtungsstelle für Islamophobie in Frankreich, beschuldigte die Zeitschrift "des Geldverdienens durch das Provozieren der Muslime". Tatsächlich, die Zeitschrift nahm sofort einen Platz in den globalen Top-Nachrichten ein und steigerte ihren Umsatz. Die Zeitschrift werbte also auf eine abartige Art, indem sie den Propheten beleidigte und erhöhte damit ihre Auflagenhöhe. Abdullah Zekri sprach folgenderweise: "Charlie Hebdo sät Wind, wird aber Sturm ernten". Wahrlich, die Zeitschrift hat ein Leichentuch geerntet, welches ein Sturm für sie sein wird...

Heute gab es bei dem Anschlag auf den Hauptsitz des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" in der französischen Hauptstadt Paris, 12 Tote und 20 Verletzte. Die drei Täter, die den Angriff verübt haben, sagten: "Sagt den Medien, dass wir die al-Qaida in Jemen sind."

Der Chefredakteur des Magazins, Stephane Charbonnier und Jean Cabut, einer der größten Karikaturisten von Frankteich, waren unter den Toten. Charbonnier, der seit langer Zeit Morddrohungen erhalten hatte, lebte unter polizeilichem Schutz. Der Grund, weshalb so viele Mitarbeiter der Zeitschrift gestorben sind, ist, dass zu diesem Zeitpunkt eine Versammlung der Redaktion stattgefunden hatte. Die französischen Medien behaupten, die Täter hätten diesen Tag bewusst auserwählt. Dass sich die Täter äußerst professionell vorbereitet haben, ist daran zu erkennen, dass sie es geschafft haben, einen Anschlag auf ein unter Polizeischutz stehendes Gebäude zu verüben und danach zu fliehen.

Der Anschlag aus der Sicht der Religion

Die Strafe für denjenigen, der sich über die Religion oder den Propheten Mohammed (s.a.w) lustig macht, oder ihn beleidigt, ist im islamischen Recht der Tod. Dementsprechend wurden während der gesamten Krise Morddrohungen erteilt und als Beweis wurde die Überlieferung des Propheten Mohammed (s.a.w) erbracht, in der er den Tod von Ka'b bin Ashraf befahl, weil er ihn in seinen Gedichten beleidigt hatte. Folgendermaßen:

Ka'b bin Ashraf, ein Jude, war ein berühmter Dichter. Vor allem nach dem Sieg in Badr verspottete er unseren Propheten und die Muslime aufgrund seiner Eifersucht und Feindlichkeit. Das Dichten übernahm zu der Zeit die Rolle der (heutigen) Medien. Aus diesem Grund verbreiteten sich die Gedichte sehr schnell.

Mohammed (s.a.w) sprach dieses Bittgebet an Allah aus: "Ya Rabb, erlöse mich von Ka'b bin Ashraf und seinen schädlichen Gedichten." Dann sagte er (zu seinen Gefährten): "Wer wird fertig mit Ka'b bin Ashraf? Denn dieser Mann hat Allah und seinen Gesandten beleidigt."
Daraufhin sagte Mohammed bin Mesleme: "Oh Gesandter Allahs! Ich werde für dich mit ihm fertig! Wenn du willst, dass ich ihn töte, dann werde ich ihn töten." Unser Prophet alaihissalam erwiderte: "Wenn du die Macht dazu hast, dann tue es!"

Diese Aufgabe auf Befehl des Gesandten Allahs nahm Muhammad bin Mesleme mit (seinen) drei Freunden auf sich. Eines Nachts gingen sie zu dem Haus von Kab bin Ashraf, lockten ihn heraus und brachten ihn um; somit erlösten die Muslime von seiner giftigen Zunge.

Durch den Mord an dem berühmten Dichter, Ka'b bin Ashraf, brach eine riesige Panik zwischen den Juden aus. Einige aus seinem Volksstamm erschienen vor dem Gesandten Allahs und beschwerten sich bei ihm, dass Ka'b keine Schuld hätte und dass er den Tod nicht verdient hätte. Sie erhielten folgende Antwort:

"Er hat uns verspottet und die Muslime mit seiner Zunge gehänselt. Er trieb die Mushrikun (=Götzenanbeter) dazu an, uns zu bekämpfen und zu peinigen." (Ibn Sa’d, Tabakat, Band 2, Seite 34)

Ein weiteres Attentat, gerichtet auf die "Medien", wurde auf eine Dichterin verübt. Die Gedichte der Dichterin Asma binti Marwan vom Stamm der Bani Hatim, waren islam- und prophetenfeindlich. Umeyr b. Adi b. Harasha (r.a), ein blinder Gefährte aus ihrem Volksstamm, aber gesegnet mit dem Islam, plante, sie zu töten. Als die Armee des Gesandten aus Badr zurückkam, brachte er sie im Ramadan um. Er hatte gemeinsam mit Rasulullah das Morgengebet verrichtet. Als der Gesandte Allahs ihn sah, fragte er: "Oh Umeyr, hast du die Tochter Marwans getötet?" Und er antwortete: "Ja, oh Gesandter Allahs, habe ich etwa einen Fehler begangen?"

Allahs Gesandter sagte: "Ihr Blut ist Verschwendung (d.h ihr Blut ist erlaubt)."
(Ibn Sa’d, Tabakat, Band 2, Seite 27)

Nachdem das Attentat auf Ka'b bin Ashraf in ganz Arabien bekannt wurde, scheuten sich die Dichter davor, öffentlich die Muslime zu beleidigen und zu provozieren. Menschen, die aufgrund dem Beleidigen unseres Propheten getötet wurden, sind nicht damit begrenzt. Ein über 100-jähriger jüdischer Dichter namens Ebi Afek, Abu Izza Amr b. Abdullah, Muawiye bun Mugire wurden ebenfalls auf diese Weise getötet. In der "Todesliste" des Propheten befanden sich bis zu 15 Namen, 6 davon weiblich. Laut den Biografien und den Geschichtsquellen ist zu verstehen, dass nur vier oder fünf von denjenigen, über die der Todesbefehl erteilt wurde, tatsächlich getötet wurden. Die Anderen wurden entweder Muslime oder kehrten zum Islam zurück, entschuldigten sich bei dem Propheten und durften somit weiterleben.

Dass die Karikatur-Krise so enden würde, war aufgrund der geschichtlichen Fakten abzuschätzen. Diejenigen, die nach einem Schuldigen suchen: Die Schuldigen sind ihre Regierungen, die es zulassen, dass Menschen durch die Verspottung religiöser Werte bekannt werden und damit Geld verdienen. Während der Karikatur-Krise im Jahre 2006 kamen circa 200 Muslime auf den Demonstrationen ums Leben. Haben sich diejenigen, die diese Karikaturen veröffentlicht haben, dafür entschuldigt, dass ihre Krise so vielen Menschen das Leben genommen hat? Nein, im Gegenteil, sie setzen ihre Arbeit provozierend fort. Jene, die heute um diese Tat trauern, werden solange weiter trauern, bis sie die Beleidigung der Werte des Islams oder der anderen Religionen als eine Straftat akzeptieren werden. Die Tränen, die sie vergießen, sind ohnehin nichts als Schwindel.
 
Autor: Mirac Karaaslan

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