17 Aralık 2015 Perşembe

Der Jihad im Irak und meine Bezeugung über ISI – Teil 3

Das Thema Krieg, welches eigene Prinzipien besitzt, haben wir nur anhand dieser Bücher bewertet und obwohl weder Abu Abdurrahman noch wir je an einen Krieg teilgenommen hatten, entwickelten wir unsere Strategien anhand dieser Bücher. Insbesondere interpretierten wir die „Krieg gegen Zionisten und Kreuzrittern“- Strategie von Sheikh Usama Rahimahullah wieder anhand dieser Bücher und sahen die Sichtweise dieser Geschwister, „wegen der Trübe in Aqida und Manhaj-Themen“, als eine Problematische. Denn sie sahen die Ahlu Kitaab verbrecherischer (schuldiger) als die Murtaddin und deswegen auch vorrangiger im Krieg.
Bei Gelegenheit hatte mir Shaykh Atiyyatullah Rahimahullah mit folgendem Beispiel erklärt, dass der Krieg neben einer islamrechtlichen Perspektive und der Auswertung dieser auch noch eine eigenständige Auswertung hat:
„Stell dir vor du möchtest ein Geschäft eröffnen. Aus wie vielen Perspektiven recherchierst du? Als Muslim fragst du dich natürlich zuallererst „Ist dieser Handel islamrechtlich problematisch?“. Also erforschst du die islamrechtliche Perspektive. Du gibst dich jedoch mit deiner Recherche nicht zufrieden, selbst wenn im Endeffekt dieser Handel erlaubt ist. Denn dein Ziel ist ein weltliches. Du willst für deinen Rizq arbeiten, also „Geld verdienen“. Demnach überlegst du dir, wo du dein Geschäft eröffnest, woher du die Ware, die du verkaufen wirst, holst und mit wie viel Profit du sie verkaufen kannst. Du sagst nicht „Das Geschäft ist Halaal“ und beendest so deine Recherche. Denn wenn du nur recherchierst, ob es Halal ist und den Ort des Geschäftes und Dinge, wie den Großhändler, von dem du deine Ware kaufen wirst, nicht miteinbeziehst, könnte das Geschäft dich nicht zum Profit bringen, nur weil es Halaal ist und aufgrund dieser Nachlässigkeit könntest du dein Geschäft an einem falschen Ort eröffnen…
Auch im Thema des Jihads muss man mindestens eine Auswertung aus zwei Perspektiven machen. Also:
Zuerst untersuchst, erlernst und begreifst du die islamrechtliche Perspektive des Krieges sowie alle islamrechtlichen Angelegenheiten, die dazu gehören.
Aus der zweiten Perspektive, die wir auch existenzielle (d.h. die vorherrschende Lage/Situation) Perspektive bezeichnen können, untersuchst du in Bezug auf den Krieg deine Anzahl an Soldaten und Waffen, deine finanzielle Lage und ähnliche Aspekte wie diese in Bezug auf den Krieg und vor allem untersuchst du die Themen über dein Ziel mit diesem Krieg. Islamrechtlich hat der Krieg zwei Ziele:
Die erste ist der Jihad, den man führt, um „das Wort Allahs als Höchstes zu setzen“. Mit diesem Ziel bezweckst du eigentlich ein Staat zu werden. Das andere Ziel ist der Jihad für den Schutz der Unterdrückten.
Die gemeinsamen Nenner im Afghanistan-Russland-, Tadschikistan-Russland- und Serbien-Bosnien-Krieg waren: Dass nicht wir den Werdegang des Krieges bestimmten, sondern der Feind. Das heißt: es gab einen Feind, der den Krieg gestartet und das Leben, Habgut und die Heimat der Muslime angegriffen hatte. Aufgrund von diesem Ablauf, haben die Kinder der Ummah für die Unterdrückten dort alles aufgeopfert und die Hijra für den Jihad vollzogen. Die einen haben ihr Leben geopfert. Die anderen haben dieses Ziel (des Jihads) erreicht und sind mit dem (jenseitigen) Lohn zurückgekehrt. Wir bitten Allah darum, dass Er ihren Lohn vermehrt und ihre Schahaadah annimmt. Amin.Das heißt die Kinder der Ummah sind nicht zusammengekommen mit einem Ziel aus der Grundlage entspringend „Wie können wir die Khilafah wieder gründen und so unsere Ummah retten?“ und dann in den Krieg in diesen Gebieten ausgezogen. Allgemein ist man ausgezogen für die Unterdrückten in diesem Gebiet und für den lokalen Jihad. Natürlich war es der Wunsch aller, dass der Funken dort die ganze Welt beeinflusst und sich zu einer Bemühung entwickelt, um die Khilafah wieder zu gründen.
Durch die Erfahrung, die man in diesen Kriegen erhielt, haben sich jene Brüder, denen diese Erfahrung zuteil wurde, gesammelt, um ein Werdegang entsprechend einem Ziel festzulegen und haben versucht diesbezüglich eine Kriegsstrategie zu bestimmen. Sie stellten sich folgende Fragen:
  • Was sind die Gründe für den Untergang der islamischen Khilafah gewesen?
  • In was für einer Situation befindet sich die Ummah sowohl islamrechtlich als auch existenziell hinsichtlich der Herrscher und der Beherrschten?
  • Was sind die wichtigsten Gründe, die die islamische Ummah zurücktreiben?
  • Was sind die wichtigsten Gründe, die verhindern, dass die islamische Ummah sich ein neues Bewusstsein verschafft, an dem Diin Allahs festhält und mit diesem Diin auf Erden herrscht?
  • Welcher Feind ist die am meisten ernstzunehmende Bedrohung und das Hindernis, das der islamischen Ummah und dem, zum Ziel gesetzten, Islamischen Staat auf dem Weg steht?
  • Was sind die allgemeinen Eigenschaften dieses Feindes? Was sind seine Stärken und Schwächen?
  • Was wäre der logischste und realistischste Aktionsplan gegen diesen Feind?
Vor der Frage „Welcher Feind?“, ist eigentlich die Frage „Was ist ein Feind?“ ebenso sehr wichtig… denn wenn wir bei der Beantwortung der Fragen: „Was ist ein Feind?“, „Was ist ein Staat?“, „Was ist ein Volk?“ nicht ausreichend qualifiziert sind, so wird es auch sehr schwer sein auf die Frage „Welcher Feind?“ eine gemeinsame Antwort zu finden. Deshalb haben wir als eure Geschwister folgendes versucht:
– Vorerst haben wir versucht zu begreifen, dass wir den Werdegang einer Bewegung bilden müssen, die die Islamische Ummah retten und die Khilafah zurückbringen wird. Wir haben versucht zu begreifen, dass so eine Bewegung nicht nur eine islamrechtliche, sondern auch eine existenzielle Perspektive hat. Welcher Feind bei Allah vorrangig ist, haben wir versucht nicht nur anhand der islamrechtlichen Prinzipien zu bewerten, sondern auch anhand der kriegstechnischen sowie staatsgründerischen Prinzipien.
– Dann haben wir versucht den Begriff des „Feindes“ zu untersuchen. Während wir an diesem Begriff arbeiteten, mussten wir uns natürlich auch mit den Begriffen wie „Staatsaufbau“, „Regieren“ und andere beschäftigen. Wir haben gelernt, dass man bei der Einstufung der Gefährlichkeit des Feindes auf folgende Punkte geachtet werden:
  1. Seine militärische Macht,
  2. Seine wirtschaftliche Macht,
  3. Seine kulturelle Macht.
Es muss ein Feind, der aus militärischer, wirtschaftlicher und kultureller (in anderen Worten: aus ideologischer) Hinsicht ein Hindernis für den Islam und die Muslime ist oder eine Alternative zum Islam darstellt. In diesem Zusammenhang haben wir alle Auflistungen von Feinden einzeln bewertet. Folgende Sachen fielen uns ein:
  • Die lokalen murtad Führer und Institutionen, die nach dem 1. Weltkrieg mit der Unterstützung der Kuffar asliyyun (Kuffar, die keine murtaddun sind) die muslimischen Länder usurpiert haben.
  • China, der die Muslime in Ostturkestan vor der ganzen Weltöffentlichkeit massakriert.
  • Indien, ein Hindernis und eine Gefahr für die Muslime in Südasien
  • Das kolonialistische Europa, das die muslimischen Böden in Nordafrika und im Nahen Osten ausgebeutet und die lokalen murtad Feinde über diese als Regenten zum Fluch gemacht hat.
  • Russland, das die muslimischen Völker unterdrückt, tötet, ihre unterirdischen und überirdischen Ressourcen ausbeutet und nicht nur für die Muslime, sondern für die Menschheit eine furchterregende Gefahr darstellt.
  • Die USA, die Israel, welches wie ein Dolch in das Herz der Ummah versetzt wurde, beschützt, dessen Sicherheit wie seine interne Sicherheit betrachtet, die Ummah viel mehr ausbeutet und versklavt als Europa und wiederum nicht nur eine Gefahr für die Muslime, sondern für die gesamte Menschheit darstellt.
  • Israel, der Dolch im Herzen der Ummah.

Jeder von diesen ist ein Feind, der als ein Hindernis vor der Khilafah posiert. Diese genannten Staaten sind Feinde, die die Muslime und den Islam bei jeder Gelegenheit angreifen und ihren Böden, ihre Regierungen, ihre unterirdischen- und überirdischen Ressourcen ausbeuten. Allerdings ist es so mein Bruder, dass wir in unserer jetzigen Lage einen Krieg mit jedem einzelnen dieser Feinde an unterschiedlichen Fronten nicht führen und gegenüber jedem einzelnen mit der gleichen Intensität den Krieg aufrechterhalten können. Letztendlich sind die Bemühungen in Syrien, Algerien, Libyen und Ägypten gegen die lokalen Regierungen und die Bemühungen an unseren Fronten in Afghanistan, Tadschikistan, Eritrea, Kashmir, Palästina, Bosnien und Tschetschenien ernstzunehmende Erfahrungen und eine Lichtquelle für unseren nächsten Schritt.
Von den oben genannten Feinden mussten wir einen „vorrangigen Feind“ auswählen und wenn möglich all unsere Kapazitäten, die wir besitzen, für Krieg gegen diesen Feind mobilisieren. Aber dieser „Feind“ musste ein derartiger Feind sein, sodass er zu einem den Begriff des Feindes am meisten verdient und durch das Bekämpfen und Schwächen dieses Feindes die anderen Feinde in der Liste ebenfalls davon negativ beeinflusst werden.
Deswegen musste einem derartigen Feind der Vorrang gewährt werden, der:
  • militärisch gesehen das am meisten ernstzunehmende Hindernis für uns darstellt.
  • wirtschaftlich gesehen das am meisten ernstzunehmende Hindernis für uns darstellt.
  • kulturell gesehen das am meisten ernstzunehmende Hindernis für uns darstellt.

In diesem Rahmen haben wir die Murtaddun ausgewertet. Selbst wenn sie militärische gesehen eine Kraft bilden, sind sie wirtschaftlich gesehen ständig von den äußeren Tawagheet abhängig. Also bilden sie nicht eine eigenständige wirtschaftliche Macht. Auch kulturell (ideologisch) konnten sie keine ernstzunehmende Alternative zum Islam anbieten und das Volk hierfür gewinnen.
Russland stellt zwar immer noch eine militärische Kraft dar, aber nach dem Krieg in Afghanistan wurde es ein Feind, der in seinem Verhalten gegenüber den Muslimen zurechtgewiesen und teilweise ermüdet wurde. Außerdem: auch wenn Russland den Krieg in Tschetschenien wirtschaftlich bewerkstelligen kann, so besitzt es dennoch keine wirtschaftliche Kapazität von neu wie in Afghanistan eine Front zu versorgen, bei der sich die ganze Ummah versammelt. Es besitzt auch keine Wirtschaft, mit der es die weltweit gegen die Muslime geführten Kampagnen im Rahmen der „Anti-Terror-Kriege“ unterstützen könnte. Außerdem besitzt Russland keine Ideologie, die gegenüber dem Islam eine Alternative darstellen könnte. Der Kommunismus hat keinen Einfluss auf die Menschen und hat seinen Reiz nun verloren.
China ist kein imperialistischer Staat, der außerhalb von Ostturkestan in den muslimischen Ländern (wie andere Mächte) seine Pferde galoppieren lässt [muslimische Länder wie seine eigene Weidefläche nutzt. (Übers.)]oder bei Gelegenheit es tut und anstrebt es zu besetzen. Natürlich geht eine Gefahr von ihm aus. Dieser ist aber mit Ostturkestan begrenzt.
Was Europa und Israel anbterifft, so brauchen sie eine Mutter (Beschützerin), denn sie selber besitzen weder eine ernsthafte militärische Kraft, mit der sie die gesamte islamische Ummah bekämpfen können, noch eine wirtschaftliche Macht, noch eine eigene kulturelle (ideologische) Macht.
Wenn wir uns aber Amerika anschauen:
Es verfügt über eine Armee, die auf der ganzen Welt verbreitet ist, durch eine ernstzunehmende Wirtschaft unterstützt wird und eine ernstzunehmende Technologie besitzt. Außerdem ist es die Mutter, die das kapitalistische System gebärt hat und durch dieses System die Zügeln der Wirtschaft auf der ganzen Welt in den Händen hält. Wenn es möchte, kann es mit jedem Staat einen militärischen oder einen wirtschaftlichen Krieg führen. Auch kulturell (ideologisch) ist es in der Lage die Muslime und alle ungläubigen Völker zu beeinflussen und diese Kultur (die Demokratie) beeinflusst, das einfache muslimische Volk (‚Awaam) mal beiseite, sogar die islamischen Gruppen. Und sie (die Demokratie) ist das am meisten ernstzunehmende kulturelle (ideologische) Hindernis oder die Alternative gegenüber dem Islam.
Neben diesen erwähnten Aspekten gibt es noch folgende:
  • Die Weltstaaten, die Weltkonzerne und vor allem die Weltwirtschaft ist so sehr an die USA gebunden, dass die positive oder negative Lage der USA die ganze Welt beeinflusst.
  • Die USA zum Feind zu erklären und gegen sie zu kämpfen könnte von den Völkern der islamischen Ummah, die keine Mujahidun sind, besser verstanden und sogar akzeptiert werden. Wenn wir diese Gelegenheit als ein Vorteil ausnutzen und die Menschheit -insbesondere unsere Völker- gegen den ungläubigen Hirten der Welt auf unsere Seite ziehen können, so wäre durch die Schwächung dieses Feindes die ganzen anderen Feinde in der oben erwähnten Liste ebenfalls geschwächt und im Zusammenhang mit dem Krieg gegen diesen Feind wären wir dann auch in der Lage unseren Völkern den Krieg gegen die lokalen Murtaddin erklären zu können.

Die Bevorzugung Amerikas geschah nicht nur anhand von islamrechtlichen, sondern -wie oben erklärt- auch anhand von existenziellen Prinzipien. Die Bevorzugung Amerikas erfolgte nicht etwa aus dem Grund die Schuldhaftigkeit der Murtaddun zu verbergen oder weil wir die Verpflichtung des Jihads gegen diese Regierungen in den muslimischen Ländern unwichtiger sahen als die Verpflichtung des Krieges gegen Amerika. Das heißt: die Bevorzugung Amerikas erfolgte also nicht aufgrund von Themen hinsichtlich der Aqida.“
Möge Allah mit dem Shaykh (Atiyyatullah al Libi) barmherzig sein. Wenn wir auf die heutige Lage schauen, können wir den Unterschied dieser aufgelisteten Feinde hinsichtlich ihrem Einfluss und ihrer Zerstörungskraft offenkundig sehen. Amerika opfert alles, was es besitzt, in den Krieg gegen die Muslime. Und es hat die wirklich die Kapazitäten dies zu führen. Wer ist wohl heute der Feind, der weiterhin unser Rückgrat mit seinem Militär, seiner Wirtschaft, seiner Kultur und seiner Technologie so sehr bricht? Natürlich ist jeder Feind schädlich und jeder Feind versucht so viel zu schaden, wie er kann. Aber während wir mit 200 Fahrzeugen in Konvois und den Tauhid Flaggen in unseren Händen durch die Städte fuhren, konnten weder die Rawaafid noch die murtad Regierungen noch Israel noch Europa oder sonst noch irgendjemand auf uns zielen. Doch wenn wir in einem Gebiet, wo Amerika interveniert, Schwierigkeiten haben 2 Fahrzeuge zu fahren geschweige denn 200, so gibt es da wohl einige Sachen, worüber wir nachdenken und unsere Pläne neu gestalten müssen. Unsere Geschwister, die jene Geschwister, die den Krieg gegen Amerika als vorrangig betrachten, in eine Aqida-Thematik einbringen und diese Geschwister aus diesem Blickwinkel kritisieren, können von Leuten wie Shaykh Atiyyatullah und seinesgleichen vieles lernen. Jedoch sind wir nun von vielen Leuten wie Shaykh Atiyyatullah entbehrt. Möglicherweise ist diese Entbehrung der Grund für die letzten Ereignisse. Möge Allah das Lernen ohne hochmütig zu werden ermöglichen. Amin
Dieses Beispiel und die Erklärung von Shaykh Atiyya waren sehr nützlich für mich. Eigentlich sind der Jihad und die anderen Tätigkeiten genau so. Sie haben eine islamrechtliche Perspektive aber auch definitiv eine eigene disziplinäre und verständnisorientierte Perspektive. Mann muss die Angelegenheiten aus diesen zwei Perspektiven betrachten. Denn das Ziel des Jihads und der anderen Tätigkeiten ist nicht nur das Erlangen von jenseitigem Lohn sondern zugleich das Erlangen von weltlichem Erfolg.
Fortsetzung folgt…

Teil 1: Ummah Islam Xeberen Jihad

Teil 2: Ummah Islam Xeberen Jihad

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